Kosten

Kostet das was?

Wenn man sich etwas intensiver mit der Beschaffung von Gold in den verschiedenen Formen und bei den verschiedenen Quellen beschäftigt, fällt einem auf, daß es ein sehr breites Kostenspektrum gibt.

Sehen Sie mal hier!

Übertrieben gesagt, versprechen einige Anbieter ja sogar die Lieferung zum Nulltarif. So etwas macht zumindest mich immer ein wenig misstrauisch. Zu wenig ist mir verdächtig, zuviel ist wirtschaftlich unsinnig. Also stellt sich die Frage, was ist angemessen? Schließlich wollen ja auch die Verkäufer überleben*. Bei diesen Überlegungen beziehe ich mich jetzt aber nur auf den Kauf von physischem Gold, wie Münzen und Barren. Alle anderen Formen wie Aktien, Zertifikate, Fonds und Beteiligungen ( ja, gibt es auch- habe ich vor ungefähr einem Jahr gelernt- Beteiligung an einem geschlossenen Goldeinkaufsfonds) lasse ich hier weg. Da möge sich jeder selbst ein Bild machen.

Verbreitete Variante:

1) Die meisten Menschen kaufen ihr Gold am liebsten bei der Hausbank oder neuerdings auch beim Onlineshop in Form von Münzen oder Kleinstbarren. Das hat den Vorteil, dass man die Ware gleich mitnehmen kann oder per Post erhält, ist meiner Meinung nach aber mit Abstand die teuerste Variante. Wenn man mal die Differenz zwischen Verkaufspreis und Rückkaufspreis ermittelt, wird das schnell deutlich.

Anhand einer Originalpreisliste der SaarLB habe ich dies berechnet.

Wer sich selbst überzeugen möchte, mache folgenden Selbsttest:

1) Man gehe morgens zu seiner Hausbank und kaufe dort einen 1/4 Krügerrand.
Utz Clever kauft morgens einen 1/4 Krügerrand zu 178,- Euro.      
2) Man gehe mittags zur gleichen Bank und verkaufe die gleiche Münze wieder.
Utz Clever verkauft den gleichen 1/4 Krüger mittags zu 140,- Euro an seine Bank.     
3) Man ermittle den Verlust in Euro und setze diesen in Relation zum Rückkaufspreis der Bank.
Sein Verlust beträgt 38,- Euro , entspricht 27 % vom Rückkkaufspreis und 21 % vom Verkaufspreis.             
4) Man erhält einen relativ hohen Kostenprozentsatz bei Kleinmünzen und Kleinstbarren. Das ist die Bankmarge/ Händlermarge in Prozent.
5) Bei größeren Mengen (Feingold über 1 Pfund) wird die Bankmarge erkennbar geringer.
Große Mengen einmalig zu kaufen ist billiger als häufig Kleinmengen. Aber wer kann das schon?
Hinzu kommen noch evtl. Lieferkosten beim Versand, Kosten für Schließfächer, eventuell die Versicherung und die Eigenkosten (Zeitaufwand, Fahrtkosten etc.)
“Diese Variante ist mir viel zu teuer, zumal hier auch der “Cost-Everage-Effect” nicht greift.”

Moderne Variante:

2) Ganz neu ist die Möglichkeit in einigen Großstädten und an Großflughäfen, Gold am
Automaten zu ziehen.  Ich persönlich habe es noch nicht gesehen. Wer es schon  ausprobiert hat, den bitte ich um Kontaktaufnahme. Wird da irgendwo etwas über die Kosten mitgeteilt?  Vor dem Hintergrund, daß es mittlerweile sehr viele gefälschte Barren und Münzen gibt, wer haftet denn, wenn der Automat Falschgold ausspuckt und wie sieht da die Beweislage aus? Diese Variante ist mir zu modern – bin halt ein gesetzter, sparsamer und misstrauischer Mensch.

 

Langweilige Variante:

3) Ganz alt hingegen ist die Variante, bei einer Spezialbank einen einfachen Sparplan abzuschließen und diesen mit einer Summe X im Monat zu besparen. Das habe ich schon 1997  gemacht mit einer Laufzeit von 20 Jahren.

Bei diesen Sparplänen gibt es zwei größere Kostenstellen:
a) Die Kosten, die die Banken für Ankauf und Verkauf berechnen. Das hält sich mit 6,0 bis 6,5 % Ankaufsmarge und 1 % Verkaufsmarge im Rahmen und ist bei Kleinstmengen (bis zu einer Sparrate von 300,- Euro  mtl.) sogar günstig.
b) Die Kosten der Vertriebe:
Diese berechnen sich in der Regel nach der Beitragssumme und liegen einmalig zwischen 5 % und 8 % bezogen auf die Beitragssumme. Klingt zunächst hoch, aber verglichen mit den Kosten der Lieblingssparform der Deutschen, der Kapitallebensversicherung, ist das ein Klacks.
Gleichzeitig braucht man sich hier keine Gedanken über Lagerung und Versicherung machen, ist alles schon mit dabei. Wenn man aber dennoch später einmal sein Gold woanders lagern will, auch kein Problem. Abholung oder Zusendung auf Absprache jederzeit möglich. Außerdem gilt: Deutsches Vertragsrecht und Deutscher Gerichtsstand! Sehr wichtig- habe da so meine Erfahrungen gemacht, die andere noch machen werden. Das ist immer noch meine persönliche Lieblingsvariante und deshalb biete ich  auch nur diese an.
Wer Rückfragen hat oder noch andere Informationen, kann mich jederzeit gerne
persönlich kontakten unter:  info@consultix-europe.de !

Herzlichst
R.Schmaehling

* Ich weiss, Geiz ist geil und Verkäufer/ Berater  braucht sowieso kein Mensch usw.
Ich weiss nicht, wie Sie darüber denken, aber ich möchte bei den Dienstleistungen, die ich in Anspruch nehme, eine(n) kompetente(n) und erfahrene(n) Berater(in) in der Hinterhand haben.
“Solche Leute arbeiten aber erfahrungsgemäß nicht für “lau”, deshalb gibt es auch nur noch wenige.”
“Was Großmutter schon wusste (aber ihre Enkel leider nicht mehr) : ” Was nichts kostet, ist auch nichts!”  Der Umkehrschluss trifft heutzutage allerdings nicht immer zu : )