Was ist die High-Watermark?

Eine faire Möglichkeit zur Vergütung von Fondsmanagern oder Vermögensverwaltern:

Die "High-Watermark"-Methode beschreibt ein Prinzip, das bei der Berechnung von Gebühren ursprünglich bei Hedge-Fonds zum Einsatz kommt. Als "High-Watermark" (deutsch: Höchststand, eigentlich: Hochwasser), gilt dabei zumeist das bis dato beste
Ergebnis, ermittelt zum Beispiel in Form von Index-Punkten.

Dieser Punktestand wird dann zur Messlatte für die künftige Arbeit der Fondsmanager oder Vermögensverwalter bestimmt. Bleibt der Wert eines Fondsanteils oder des verwalteten Vermögens unterhalb der Marke, erhält die Gesellschaft oder
der Vermögensverwalter keine Performance abhängige Gebühr vom Anleger. Erst wenn die alten Höchstkurse wieder erreicht wurden und die Rendite anschließend weiter steigt, fließt wieder eine Erfolg abhängige Vergütung. Die "High-Watermark" Methode kann auch genutzt werden, um mögliche Verluste aus dem Vorjahr mit Gewinnen des laufenden Jahres zu verrechnen.

Hat ein Fonds /Depot im Jahr zuvor beispielsweise 20 % seines Wertes eingebüßt, so müssen die Manager im aktuellen Jahr zunächst einmal entsprechenden Gewinn erwirtschaften. Erst nach dieser Kompensation gilt dann die Gewinnzone als erreicht, weshalb auch erst für ab diesem Zeitpunkt entstehende Gewinne/ Wertzuwächse Performance Gebühren zu zahlen sind. Die Anwendung der "High-Watermark" Methode sorgt also für ein Höchstmaß an Übereinstimmung der Interessen des Anlegers mit jenen des Fondsmanagers/ Vermögensverwalters. Beide verdienen nur dann Geld, wenn der Fonds/ das Depot erfolgreich gemanagt wird. Investoren können zudem sicher sein, dass eine Fondsgesellschaft/ ein Vermögensverwalter große Anstrengungen unternehmen wird, um möglicherweise aufgelaufene Verluste rasch auszugleichen.

 

Fragen Sie doch bei Ihrer Bank oder Ihrem Vermögensverwalter einfach mal nach, wie dort die Vergütung geregelt ist- und wenn nicht nach der oben beschriebenen Methode- warum nicht?